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Mond



Der Einfluß des Mondes


Die Sonne beeinflußt zwar das Wachstum und das Gedeihen der Pflanzen, der Mondstand spielt beim Säen und Ernten aber ebenfalls eine große Rolle. Auch er durchwandert die Sternbilder - dazu braucht er jeweils siebenundzwanzig Tage und ca. acht Stunden. Dabei vermittelt er in verschiedenster Weise Impulse für das Pflanzenwachstum. Diese wirken über den Boden, durch den die Pflanzen dann an den jeweils wirksamen Kräften teilhaben. Indem er an den verschiedensten Sternbildern vorüber zieht, teilt der Mond der Erde jeweils die verschiedenen Wirkkräfte mit, die für die verschiedenen Pflanzenteile von besonderer Bedeutung sind:

Blatt (gleichzeitig Wassertage): Fische, Krebs, Skorpion
Frucht (gleichzeitig Wärmetage): Widder, Löwe, Schütze
Wurzel (gleichzeitig Kältetage): Stier, Jungfrau, Steinbock
Blüte (gleichzeitig Luft- und Lichttage): Zwillinge, Waage, Wassermann


Wer im Garten die kosmischen Rhythmen berücksichtigt, arbeitet mit der Natur Hand in Hand. Jedes Jahr erscheint der bewährte Mondkalender, nach dem man Tage für bestimmte Tätigkeiten genau ablesen kann. Vor allem sind auch die Mondphasen zu beachten:

Wer selbst Saatgut heranzieht, sollte Samenernte und Aussaat bei abnehmendem Mond vornehmen. So bekommt man reichlich Samen.
Bei abnehmendem Mond sollten vor allem solche Gemüse geerntet werden, bei denen die Frucht und nicht das Grün am wichtigsten ist - also Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln; Zwiebeln und Möhren.
Bei zunehmendem Mond sollten vor allem Blattfrüchte, die frisch verbraucht werden, gesät und geerntet werden: Salat, Spinat, Küchen- und Heilkräuter, Blumen- und Rasensamen.
Bei abnehmendem Mond wird alles geerntet, was gelagert oder getrocknet wird.


Beispiel
Bei einem Wurzelgemüse (zum Beispiel Karotte) kann man an den Ringen erkennen, wie alt es war, als es geerntet wurde, da jeder zunehmende Mond einen Ring hinzufügt - auf ähnliche Weise, wie bei einem Baum Jahresringe entstehen. Eine Zwiebel legt bei jedem zunehmenden Mond eine Haut zu. Es gibt "wahre" Mondpflanzen, die bei zunehmendem Mond täglich ein neues Blatt bekommen und bei abnehmendem Mond täglich ein Blatt verlieren.



Nach dem Mondkalender Kräuter sammeln
Von manchen Kräutern benötigt man die Wurzel, von anderen Blatt, Blüte oder Samen. Wer Blüten erntet, während sich die stärkste Kraft der Pflanze gerade in der Wurzel konzentriert, bringt sich selbst um einen Teil des Heilerfolges!
Wurzeln von Heil- und Gartenkräutern sollten Sie möglichst im frühen Frühjahr - wenn die Pflanzen ihre Kräfte noch nicht für das Sprossen und Blühen verwenden müssen - oder im Herbst - wenn der Saft schon wieder in die Wurzeln abgestiegen ist - ausgraben. Vollmond und abnehmender Mond sind die günstigsten Zeiten. Graben Sie die Wurzeln möglichst vor Sonnenaufgang oder in den späten Abendstunden aus. Am besten geeignet sind die "Wurzeltage" Steinbock und Jungfrau, wenn nicht anders möglich auch Stier.
Blätter können je nach Pflanzenart fast das ganze Jahr über geerntet werden. Allerdings dürfen die Pflanzen nicht zu alt sein. Außerdem sollte es beim Ernten nicht regnen, auch der Morgentau sollte schon abgetrocknet sein. Der zunehmende Mond ist besonders günstig, am besten sind Blatttage - also Tage, an denen der Mond im Krebs, im Skorpion oder in den Fischen steht.
Blüten: Wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen, ist die beste Erntezeit. Besonders gut geeignet sind die Mittagszeit oder die Stunden davor, da dann die Blüten alle ihre Kräfte sammeln, um sich der Sonne zuzuwenden. Am besten werden Blüten bei zunehmendem Mond oder bei Vollmond gesammelt, und zwar wenn irgend möglich an "Blütentagen" - also dann, wenn der Mond im Sternzeichen Zwillinge, Waage oder Wassermann steht.
Früchte und Samen sollten beim Sammeln unbedingt reif sein, weil sie sonst bei der Trocknung leicht verderben. Bei Frenchel, Kümmel und so weiter erkennen Sie die Reife der Samen daran, daß diese sich bräunlich verfärben. Trockenes Wetter ist für die Ernte wichtiger als die Tageszeit, nur sollte man nicht in der heißesten Mittagszeit ernten. Sammeln sie Früchte und Samen möglichst bei abnehmendem Mond - dann sind sie haltbarer. Gute Erntetage sind die "Fruchttage" - also jene Tage, an denen der Mond im Widder, im Löwen oder im Schützen steht.

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