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Magische Orte

Wie kommt es, daß wir uns an manchen Orten wohler fühlen als an anderen, die möglicherweise eine geradezu feindselige Aura haben und uns schaudern machen?

Ist es Einbildung und Aberglaube, der auch heute noch Menschen an uralte "Stätten der Kraft" zieht? Oder ist es etwas Tieferes, nicht Messbares - eine Ausstrahlung, die diesen Orten durch Jahrtausendealte Verehrungsrituale geradezu einverleibt wurde? Oder hatten sie möglicherweise schon immer magische Qualitäten? Oder ist an diesen Orten irgendetwas geschehen? Und wie fanden die Menschen damals ihre Kultstätten? Warum wurden immer wieder dieselben Orte aufgesucht - von Menschen, die von ihren Vorgängern und deren religiösen Gepflogenheiten keinerlei Ahnung haben konnten? Oft liegen Jahrhunderte zwischen den einzelnen Kulturen, aber immer wieder wurde an derselben Stelle geopfert . . . .

Nicht zuletzt sind es kosmische Kräfte, die dabei wirken. Es ist eine mittlerweile wissenschaftlich gesicherte Tatsache, daß das Magnetfeld der Erde die zielsicheren Flüge der Zugvögel bestimmt, die Termiten ihre Bauten wie nach einem Kompaß ausrichten und Schnecken, Muscheln und Tauben sich in ihren Bewegungen noch zusätzlich an den Mondphasen orientieren. Wie sich aber der Erdmagnetismus auf Menschen auswirkt, ist längst noch nicht ausreichend erforscht. Zahlreiche Kreuzungspunkte der "Reizstreifen" wurden auch an keltischen Vierecksschanzen entdeckt. Chemische Untersuchungen wiesen an einer Reihe von vorgeschichtlich verehrten heiligen Quellen erhöhte Bor-, Schwefel- und Radiumhaltigkeit nach - alles Stoffe, deren Heilwirkung heute bekannt ist. Offenbar spürten und wußten die Menschen in der Zeit, als sie diese Orte fanden, mehr als wir.

Wohl jeder Ort - vor allem in ländlichen Gebieten - bewahrt Erinnerungen an uralte Kultstätten auf. Wo diese noch nicht zu Touristen - Attraktionen vermarktet wurden, ist der alte Zauber spürbar, der diesen Orten ihre besondere Kraft verleiht. Häufig waren es die Leben spendenden Quellen, stille Teiche, geheimnisvolle Wälder oder besonders starke und alte Bäume, an denen die kultischen Rituale gefeiert wurden, die den Menschen mit der ihn umgebenden Natur in Einklang brachten.

Wer als moderne Hexe mit offenen Sinnen durchs Leben und durch die Welt geht, wird immer wieder auf solche Stätten stoßen, sich ihrer Magie hingeben und daraus Kraft schöpfen. Aber es können auch ganz "gewöhnliche" Orte sein, die diese Wirkung haben. Das mag ein besonderes Gebäude sein - beispielsweise eine Kirche, eine Burg, ein Haus, manchmal sogar ein Bahnhof oder ein Museum. Es mag eine besondere Ecke im Wald, Park oder im eigenen Garten sein. Auch alte Friedhöfe können als kraftvolle Orte wirken. Und manchmal spürt man solche Kräfte in den Wohnungen oder Häusern von Menschen, die ein intensives spirituelles Leben führen und deren Wohnumfeld ganz mit ihrer Ausstrahlung durchdrungen ist. Vor allem ist es das Wasser, das immer wieder seine magischen Kräfte auf die Seele des Menschenübertragen kann - nicht umsonst ranken sich um Bäche, Seen und um das Meer viele Sagen, die uraltem Wissen entspringen. Wer den Ort gefunden hat, dessen Schwingungen im tiefsten Innern positiv und aufbauend berühren, wird immer wieder dorthin zurückkehren - zur Meditation und zur Erneuerung der eigenen Kräfte.

(c) copyright Delphin-Factory SL / Vitalpraxis Stoiber Monika