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Innere Orte



Es gibt nicht nur äußere magische Orte, Stätten der Kraft, an denen man die eigenen Energien wieder aufladen kann. Nicht immer ist es möglich, sich zur Meditation an solche Orte zurückzuziehen - ob es nun Kultstätten sind oder die eigenen vier Wände. Dann können wir jederzeit einen magischen, Kraft spendenden Ort aufsuchen, der ständig bei uns ist: das eigene Innere. Oft sind gerade dann besonders starke Kräfte notwendig, wenn ein äußeres Sich - Zurückziehen nicht möglich ist - etwa, wenn man kranken oder sonst wie in Not geratene Menschen helfen möchte oder wenn es nötig ist, unerreichbar zu werden für negative Einflüsse.
In diesen Fällen ist es wichtig, auf eingeübte und gewissermaßen "in Fleisch und Blut" übergegangene Meditationen zurückgreifen zu können. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, regelmäßig zu meditieren unter den denkbar ungünstigsten Umständen - beispielsweise an einem Ort in der Natur oder auch im eigenen Zimmer, umgeben von Düften, Farben, Klängen, die man sich selbst gewählt hat. Dann ist es auch möglich, in Notfällen die "Techniken abzurufen" und aus ihnen die Kraft zu ziehen, die eine moderne Hexe braucht, um hilfreich handeln zu können.
Ob in der Straßenbahn, bei einem langweiligen Vortrag, während einer überhitzten Diskussion, unter Menschen, die eine offenkundig feindselige Einstellung haben, bei Unfällen und Krankheiten (dabei spielt es keine Rolle, ob diese uns selbst oder andere betreffen) - in Streß - Situationen aller Art gibt es für jede moderne Hexe eine Möglichkeit, an ihren inneren Ort zu gehen, wo nichts und niemand sie verletzen kann - in ihr eigenes Innere.



Innerlich zur Ruhe kommen

Das ruhige und tiefe Atmen

Atmen wir falsch, so macht uns das nicht nur krank - es bedrängt auch unsere Seele. Der Atem ist immer bei uns, er stützt und trägt uns und ist unser Lebenselixier, das wir viel u wenig zu würdigen wissen. Dabei kann der Atem ungeahnte Kräfte schenken. Der Geist wird "frisch durchgelüftet", neue Ideen entstehen und können durchgesetzt werden.

In manchen Sprachen ist der Zusammenhang zwischen Atem und Seele deutlich erkennbar. So gibt es im Indischen, Griechischen und Lateinischen nur ein einziges Wort für Atem, Geist und Seele. Schon von alters her ist deshalb versucht worden, auf Körper, Geist und Seele durch eine Veränderung der Atemgewohnheiten einzuwirken.

Tatsächlich hängen Atem und Stimmung stark voneinander ab:
Wer aufgeregt ist, spricht nicht nur schneller - er atmet auch schneller. Mitunter gerät er sogar in Atemnot. Der ganze Körper ist in Unruhe. Das Herz klopft schneller, Darm und Blase arbeiten verstärkt. Wer ruhig und tief atmet, kann nicht gleichzeitig aufgeregt oder ängstlich sein - so eng sind Atem und Stimmung verbunden. Schauspieler und Manager machen vor ihren Auftritten oder wichtigen Konferenzen deshalb zunächst Atemübungen. Moderne Hexen nutzen die uralten Weisheiten, die von diesen Menschen auch in unserer Zeit genutzt werden. Wenn Sie tief und ruhig atmen und sich so stärken wollen, wird die "Sechser - Regel" Sie unterstützen:Zählen Sie langsam bis sechs und atmen Sie dabei erst einmal vollständig aus. Dabei wird nicht nur die verbrauchte Luft aus den Lungen gedrückt - alle negativen Gefühle können mit diesem Strom nach außen fließen. Erst wenn die Lungen leer sind, kann man wieder tief einatmen. Halten Sie nun inne, zählen Sie bis sechs, erst dann atmen Sie wieder ein. Holen Sie tief und gleichmäßig Luft, dabei zählen Sie wieder bis sechs. Bauch und Brust wölben sich von selbst kräftig nach außen. (Den Bauch mit Kraft herausdrücken, das wäre nur eine unnötige Verkrampfung). Es ist wichtig, möglichst frei zu atmen. Denken Sie nun voller Dankbarkeit an die belebende und tragende Lebenskraft, die Sie dabei in die Lungen einziehen. Halten Sie nun erneut die Luft an und zählen Sie dabei noch einmal bis sechs. Diese "Atempause" ist sehr wichtig - ein Innehalten der Seele gewissermaßen. Verkürzen Sie sie beim bewußten Atmen nicht, da Sie sich sonst leicht gehetzt fühlen können. Atmen Sie öfters am Tage einmal drei Minuten lang auf diese Weise, das wird Sie entspannen, Ihre Energien in Fluß bringen und innere Ruhe und Konzentration entstehen lassen.
Dieser bewußte harmonische Dreiklang von Luftholen, Ausatmen und Atempause gewährt nicht nur körperliche Gesundheit, er beeinflußt gleichermaßen die seelisch - geistige Verfassung. Im Zustand der Ruhe atmen wir automatisch richtig. Also können wir umgekehrt auch durch den harmonisch fließenden Atem zu Entspannung und seelischer Ausgeglichenheit gelangen. Machen wir uns deshalb die unbewußte und natürlichste Form der Tiefenatmung bewußt, lernen ihren Rhythmus kennen und erleben, wie Vitalität und Lebensfreude uns durchströmen. So können wir auch ganz bewußt trainieren, Atemfluß und Wohlgefühl zuzulassen. Oft hilft es, sich vorzustellen, wie eine Welle vom Meer auf den Strand läuft, anhält, umkippt und langsam zurückfließt. Atmen Sie im Einklang mit dieser imaginären Welle.



Meditation - der Weg zu uns selbst


Autogenes Training

Autogenes Training lindert nicht nur körperliche und seelische Erkrankungen, sondern trägt auch ganz allgemein zur Entspannung bei. Da es überall durchgeführt werden kann, ist es eine wunderbare Möglichkeit, wenn man sich an den eigenen "inneren Ort" zurückziehen will. Um das zu können, sollten Sie allerdings vorher intensiv üben, so daß Sie den gewünschten Entspannungszustand jederzeit gewissermaßen abrufen können. Am empfehlenswertesten ist es, das Autogene Training unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers zu erlernen.
Beim Autogenen Training werden formelhafte "positive Vorsätze" autosuggestiv formuliert (wie etwa "Ich bin ruhig und entspannt" . . .). Anschließend werden für die einzelnen Körperteile Schwere-, Wärme- und Kälteübungen durchgeführt. Die Entspannungsübungen betreffen vor allem die Muskeln, Blutgefäße und Bachorgane sowie das Herz und die Atmung. Die Übungen sollten mehrmals täglich durchgeführt werden. Sie helfen nicht nur gegen Erkrankungen (etwa Migräne, Bluthochdruck und Magengeschwüre), sondern auch bei Schlafstörungen und seelischen und körperlichen Verkrampfungen. Außerdem führt ein regelmäßiges Training zu allgemeiner Entspannung. Sie können beobachten, wie Ihre positiven Energien wachsen.


Yoga

Das Wort Yoga zum Beispiel, stammt aus dem Sanskrit und bedeutet "Joch". Das heißt zwar, daß eine bestimmte Disziplin gehalten werden muß, um diese heilsamen Übungen durchzuführen - aber es heißt auch, daß es uns einen Halt im Leben geben kann, eine Richtung, in die wir uns bewegen können. Beim Yoga handelt es sich nicht nur um Körperübungen, sondern auch um eine bestimmte innere Geisteshaltung.
Die körperlichen Übungen sind - angefangen beim Lotussitz - erst nach entsprechendem Training möglich. Manche Übungen sind denen des Autogenen Trainings nicht unähnlich und können auch von Anfängern mit Gewinn durchgeführt werden. Es gibt verschiedene Arten des Yoga, die am besten in Begleitung eines erfahrenen Lehrers eingeübt werden.


Zen - Meditation

Die Zen - Meditation (zen ist japanisch und bedeutet "Selbstversenkung") ist eine buddhistische Meditationslehre. Es gibt viele Möglichkeiten der Zen - Meditation, man kann zum Beispiel "zen" üben beim Schreiben von Gedichten, beim Tuschemalen oder beim Bogenschießen. All diese Wege sollen zur geistigen Erleuchtung führen und gehen mit einer strengen Selbstschulung einher. Als Ausdruck und Methode östlicher Mystik hat die "Religion der Stille" auch im Westen zunehmend Beachtung gefunden.
Gebet, Kult und das Studium religiöser Schriften sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Die Praxis besteht im Wesentlichen in der Übung der ruhigen sitzenden Kontemplation (Zazen), die meistens unter der Leitung eines Meisters stattfindet. Die Gruppenerfahrung dabei ist eine sehr wichtige Komponente, aber man kann zusätzlich auch mit großem Gewinn alleine meditieren.
Meditieren kann man aber nicht nur nach vorgegebenen Praktiken, sondern auf die unterschiedlichsten Arten. Dazu gehört beispielsweise die künstlerische Betätigung: Malen, Plastizieren, Musizieren, Tanzen und so weiter. Dabei geht es nicht um den künstlerischen Anspruch, sondern um die Auseinandersetzung mit Farben, Materialien, Klängen, die unsere Spiritualität anregen können. Auch handwerkliche Arbeit oder Gartenarbeit können meditative Beschäftigungen sein. Wird dies alles ganz bewußt und zu möglichst festgesetzten Zeiten gleichsam als Ritual durchgeführt, schenkt es Kräfte und führt zu einer tieferen Verbindung mit der Welt und mit dem eigenen Selbst.



Aura - eine ganz persönliche Ausstrahlung

So wie die Haut unseren leiblichen Körper umhüllt und schützt, umhüllt die Aura unser seelisches Selbst, unseren eigenen "inneren Ort". Jeder hat es schon erlebt: Ein Mensch betritt ein Zimmer und es ist, als ginge die Sonne auf - hell, warm und wohltuend. Oder aber: Die Nähe einer anderen Person legt sich wie ein Schatten über unser Gemüt. Wenn Menschen eine solche Wirkung auf uns ausüben, sagen wir: Sie haben eine starke Ausstrahlung. Wie Strahlen geht eine Kraft von ihnen aus, die unsichtbar, aber durchaus spürbar ist. Diese Strahlungskraft hat einen Namen: Aura. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Hauch".

Es gibt Menschen, die mit ihrer Aura einen ganzen Raum ausfüllen können und es gibt Menschen, deren Aura neben anderen schrumpft und verblasst. Außerdem gibt es Personen, deren Aura sich kaum verändert; sie üben jedoch auf die Aura anderer einen großen Einfluß aus. Ein solcher Einfluß kann sowohl positiver als auch negativer Art sein. Im ersten Fall fühlen wir uns erhoben und gestärkt und wachsen gewissermaßen über uns selbst hinaus. Im zweiten Fall fühlen wir uns niedergedrückt und werden von negativen Empfindungen geplagt.

Nicht nur durch die mehr oder weniger starke Ausstrahlung der seelisch - geistigen Lebenskräfte des Menschen entsteht eine Aura, sondern auch durch die Lebensausstrahlung aller lebenden Wesen und Gebilde der Schöpfung - vom Atom über einen Stein, die Pflanzen und Tiere, bis zum Engel. Wie oft empfinden wir beispielsweise die Atmosphäre eines Raumes oder Gebäudes als beängstigend und bedrückend oder als erhebend und beglückend. Hier spüren wir sehr stark die Auren der Menschen, die in diesem Gebäude gelebt und gewirkt haben oder noch leben und wirken.

Die menschliche Aura ist - genau wie der menschliche Körper - ein komplexes, hochsensibles und interaktives Phänomen. Genauso wenig wie es identische Fingerabdrücke gibt, gibt es identische Auren. Wer imstande ist, die Aura zu sehen, nimmt in ihr eine Flut von Farben wahr. Darin drücken sich gewisse Grundeigenschaften des Menschen, aber auch Empfindungen, Stimmungen und andere innere Erlebnisse aus. Die Aura umgibt den Körper des Menschen wie eine nicht materielle, etwa eiförmige Wolke. Sie ist bei verschiedenen Menschen verschieden groß - im Durchschnitt jedoch ungefähr doppelt so lang und viermal so breit wie der physische Körper. Genau wie dieser ist sie ein Teil der menschlichen Wesenheit, auch wenn sie nur wenigen Menschen sichtbar ist.
Unsere Aura wirkt nicht nur nach außen auf andere - sie ist auch eine natürliche Schutzhülle, die uns gegen Krankheiten und gegen von außen auf uns einwirkende negative Energien wie Haß, Neid, Eifersucht und so weiter abschirmt. Durch Krankheit oder durch große seelische Probleme, aber auch durch übermäßigen Nikotin- und Alkoholgenuß und die Einnahme von starken Medikamenten kann die Aura geschwächt werden - sie bekommt gewissermaßen Löcher.

Ist unsere Aura heil, so fühlen wir uns gut und ausgeglichen. Ist die Aura dagegen durchlöchert und "undicht", fließt viel Energie ab. Die Folge: Wir fühlen uns Menschen und Situationen ausgeliefert und regen uns über Dinge auf, die wir sonst mit Gelassenheit hinnehmen könnten. Wenn unsere Aura besonders stark angeregt oder aber durch eine Krankheit geschwächt ist, spüren nicht nur wir selbst das. Auch Menschen, die uns gut kennen, bemerken diese Veränderung. Ein besonders intensives Gespür für Aura - Veränderungen haben Kinder und Tiere: Nicht selten zeigen sie durch gesteigerte Nervosität und Unruhe an, daß sich irgendetwas anbahnt - noch ehe es geschieht.

Die Fähigkeit, Auren zu sehen, ist im Grunde nichts Außergewöhnliches, sondern eine naturgegebene Anlage, die alle Menschen mitbringen, aber: Diese Anlage muß auch geübt werden. Aber um sie deuten zu können, braucht man noch mehr Zeit und Arbeit an sich selbst. Aber auch wenn wir nicht darin geübt sind, die Aura zu sehen, wir nehmen sie doch wahr. So, wie wir unbewußt den physischen Körper sehen, so registriert unser Unterbewußtsein dieses Feld, das den Körper umgibt. Wir spüren es deutlich - eben an der Ausstrahlung eines Menschen.
Wie kann eine moderne Hexe ihre Aura stärken?

Vor allen Dingen: Denken Sie positiv! Negative Gedanken unterbrechen den Zufluß positiver kosmischer Schwingungen und ziehen negative Schwingungen von der Erde und von unseren Mitmenschen an. Nur durch eine positive innere Haltung kann man auch die Energien der Aura positiv aufladen. Das ist wichtig, denn nur so ist man fähig, positive Energien auszustrahlen und zu empfangen.

Das hilft Ihnen, Ihre Aura zu stärken:
kreative Beschäftigung (Malen, Musizieren, usw.) Atemübungen Meditation Hingebung zur Natur liebevolle Zuwendung zu den Mitmenschen

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